Was ist eigentlich Fondant?

Zucker in unterschiedlichster Form kochen, kneten und dann rasch abkühlen: Das ist Fondant!

Wer Fondant nur einfach Überzugs- oder Modelliermasse nennt, schätzt diese Erfindung eigentlich viel zu gering. Was täten wir nur ohne Fondant? Wie würden wir unsere wundervollen Torten-Kunststücke einschlagen? Aus was, wenn nicht aus Fondant, würden wir diese phantasievollen Kleinigkeiten formen, mit denen wir Kuchen, Torten Cup Cakes oder Kekse nach allen Regeln der Kunst und nach allem, was die Phantasie hergibt, verschönern? Die Franzosen haben dieses Wort erfunden – und es nach dem klingen lassen, was sie meinten: nach etwas, was zart in unserem Mund schmilzt und automatisch einen Ausruf provoziert, der nach Mmmmhhhmmm klingt. Das ist Fondant!

Es gibt kein perfekteres Lebensmittel, wenn wir eine Torte quasi erst einmal einpacken wollen, um sie dann zu verzieren, als Fondant. Und das Wunderbarste an ihm: Er eignet sich nicht nur als „Verpackungsmaterial“, sondern er ist gleichzeitig auch noch vielseitig und flexibles Deko-Material in einem. Fondant ist – sofern man sich für einen Fondant bester Qualität entschieden hat – wunderbar robust. Fondant nimmt einem bei der Verarbeitung kaum etwas übel und passt sich unseren Wünschen und Vorstellungen im wahrsten Sinne des Wortes absolut geschmeidig an.

Dass Fondant dies alles zu leisten vermag, hängt auch mit seiner klugen Rezeptur zusammen. Wasser, Saccharose, Glukosesirup, Pflanzliches Öl, Invertzuckercreme und eventuell ein Feuchthaltemittel wie Sorbit gehören zu den Basis-Zutaten des Fondants. Natürlich lässt er sich praktischerweise mit Lebensmittelfarben in wirklich allen Farbtöne einfärben, was seine Einsatzmöglichkeiten zur Torten-Deko deutlich erhöht. Und auch gegen die Beigabe der unterschiedlichsten Aromen hat Fondant nichts einzuwenden – wohl ganz im Gegenteil. Sie machen die Masse noch interessanter und wohlschmeckender. Diese wird bei der Herstellung übrigens gekocht, dann sehr stark geknetet, um darauf rasch abgekühlt zu werden. Das macht aus dem Fondant die weiche Paste, die sich so gut verarbeiten lässt.

Man staunt, worin die Leckerei überall so zart schmelzend steckt…

In den Werkstätten der Profi-Patissiers wird gekochte Fondant-Masse (Schmelzglasur) auch zum Überziehen von Gebäck, Pralinen und Konfekt verwendet. Ein recht berühmtes Fondant findet sich dort, wo man Fondant erst einmal gar nicht drin vermutet: Als Füllung in den kleinen Täfelchen von After Eight. Zu Ostern und Weihnachten sind uns Süßigkeiten aus Fondant eher vertraut. Schließlich tragen sie den Begriff gleich im Namen: Fondant-Eier zu Ostern und Fondant-Ringe und Sterne zu Weihnachten.

Mit Fondant lässt sich fast alles machen: rollen, kneten, ausstechen, biegen, falten und noch vieles mehr

Kommt Fondant als Rollfondant daher, lässt er sich tatsächlich prima mit dem Rolling Pin ausrollen. Danach stehen einem alle Möglichkeiten offen: Fondant wird zum Kleid für Kuchen und Torten. Auf diesem lassen sich wie auf einer Leinwand dann ganze Welten erschaffen. Rollfondant kann man mit Prägewerkzeugen weiter bearbeiten und die schönsten Motive kreieren. Er lässt sich auch rollen, biegen, falten und selbst in der dritten Dimension sind einem so keine Grenzen gesetzt bei der Gestaltung.

Fondant ist aber nicht nur das ideale Deko-Material für Torten, sondern auch für Cup Cakes. Diese muss man ja nicht gleich in ein Kleid aus Fondant oder Rollfondant stecken. Cup Cakes sind ja eher berühmt für ihre cremigen Toppings. Allerdings lässt sich als Tüpfelchen auf dem Topping-i sozusagen jedes Motiv aus Fondant oder Rollfondant gestalten.

Übrigens: Auch Diabetiker müssen auf Torten, Kuchen und Gebäcke, die mit Fondant verziert sind, nicht verzichten. Es gibt sogar speziellen Diabetiker-Fondant. Allerdings sollte man selbstverständlich darauf achten, dass auch bei den übrigen Zutaten des Gebäcks vor allen Dingen Produkte verwendet werden, die für Diabetiker in besonderer Weise geeignet sind.